Erleichterung bei der Umsetzung der RKSV

Wir sind gerade mitten im Umrüstungsprozess der bestehenden Systeme mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Manipulationsschutzes vor Ort bei unseren Kunden. Eine Erleichterung – gerade hinsichtlich der knappen Frist mit 1.4.2017 – gibt es nun seitens des Finanzbehörde:

Ab 1. April 2017 besteht die gesetzliche Verpflichtung, die Aufzeichnungen in einer Registrierkasse durch eine technische Sicherheitseinrichtung gegen Manipulationen zu schützen. Dazu bedarf es einer Registrierkasse, die der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) entspricht und einer Implementierung des ebenso vorgeschriebenen Manipulationsschutzes (Signatureinheit). Zusätzlich muss die Kasse sowie die Signatureinheit bei FinanzOnline gemeldet werden und ein Startbeleg aus der Kasse via FinanzOnline (durch eine App) geprüft werden.

Bei vorsätzlicher Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Pflicht droht nach dem Finanzstrafgesetz eine Strafe bis zu 5.000 Euro. Von den Finanzämtern muss in jedem Einzelfall geprüft werden, warum der  Verpflichtung nicht nachgekommen wurde.

Wann spricht man von einer “vorsätzlichen Nichtbeachtung”? Wenn folgende Punkte nicht erfüllt werden

  • Betrieb verfügt über eine Registrierkasse, die der Kassenrichtlinie entspricht und mit dieser die Einzelaufzeichnungspflicht und Belegerteilungspflicht erfüllt wird
  • Belege über die getätigten Barumsätze lückenlos erteilt werden
  • Unternehmer/in kann nachweisen, dass die RKSV- konforme Beschaffung und/oder die Umrüstung der Registrierkasse(n) bei einem Kassenhersteller oder einem Kassenhändler bis Mitte März 2017 bereits beauftragt wurde, sodass die Säumnis nicht in ihrer/seiner Sphäre gelegen ist.

 

Quelle: http://digitale.tirolerwirtschaft.at/