Registrierkassenpflicht auf Weihnachtsmärkten

Auch das Glühkindl braucht eine Registrierkasse

Seit Anfang 2016 gilt die Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht, bei der es allerdings Ausnahmen gibt. Umsätze im Freien sind von der Pflicht ausgenommen, wenn Sie zwei Kriterien erfüllen:

  • Unter 30.000,-€ Umsatz im Kalenderjahr: Umsätze von mehreren Ständen sind zusammenzurechnen.
  • Nicht in Verbindung zu fest umschlossenen Räumen stehen. (Dies ist aber anzunehmen, wenn die Umsätze direkt vor dem Geschäftslokal gemacht werden. Gastgärten haben somit Registrierkassenpflicht.)

Wann sind Umsätze im Freien? Hierfür muss die Verkaufsstelle an mindestens einer Seite ab der üblichen Tresenhöhe geöffnet sein, sofern Betrieb herrscht. Somit ist hier auch ein Glühweinstand gemeint.

Geschäftsstellen, die alle drei Voraussetzungen erfüllen, sind von der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht befreit. Sie können Ihre Tageslosung mittels Kassasturz erfassen. Alle anderen sind dazu verpflichtet, auch Becherpfand, sowie dessen Rückgabe, in der Registrierkasse zu erfassen.

Sie haben die Umsatzgrenze überschritten? Keine Sorge, Sie haben ausreichend Zeit sich bei uns nach einer maßgeschneiderten Kasse umzusehen. Erst ab Beginn des vierten Monats nach Ende des Umsatzsteuervoranmeldungszeitraums, in dem die Überschreitung stattgefunden hat, benötigen Sie eine Registrierkasse!